Meine Leica-Objektive

 

Weltklasse-Optik im Kompaktem Format

Dieses Thema habe ich inzwischen etwas ausführlicher auf meiner neuen Webseite behandelt. Einfach auf das unten stehende Bild klicken, dann geht‘s zur Objektiv-Seite der neuen Messsucherwelt!

„In my bag“

Fuji X100s bei f/8.0   1/35sec    ISO 3200   mit Blitz

Das Summicron f/2 28mm asph.

Einmalige Auflösung und einzigartige Zeichnung bietet das 28mm Summicron. Es gibt keine Verzeichnung oder Randabfall wie sonst bei Objektiven dieser Brennweite.

Es ist eigentlich auch sehr kompakt, hat aber leider eine „Monster-Gegenlichtblende“. Die kann aber auch Vorteile haben, z.B. ein guter Regenschutz...

Hier ist zum Beispiel dargestellt, was ich auf einer Wanderung dabei haben könnte. Da ich in diesem speziellen Fall keine besonders guten Sichtverhältnisse erwartete, ist keine Telebrennweite dabei, stattdessen das (extreme) 12mm Voigtländer.

Also, das ist schon eine Menge, was in die kleine Tasche reingeht und wie man sieht, bin ich beim Wandern nicht so minimalistisch ausgestattet wie z.B., wenn ich in einer Stadt unterwegs bin.

Was ist das im einzelnen? Objektive können natürlich auch in anderer Zusammenstellung beim Wandern vorkommen.  Ich blieb hier mehr im weiten Bereich: 12er, 21er, 28er und 50er Brennweite sind dabei. Dann:

Die Leica M (Typ 240) mit 28er Elmarit davor

Ein Ministativ (sehr stabil, von Manfrotto, hat mir schon gute Dienste geleistet)

LED-Lampe von Viktorinox, unverwüstlich...

Graufilter ND 0.9

Lenspen, Mikrofasertuch zur Objektivreinigung

Elektronischer Sucher

Ersatz-Speicherkarte

1. Die „Standard-Brennweiten“

Früher (30er bis 60er Jahre) war das mal ganz klar 50mm. Aber im Lauf der Zeit hat sich das gewandelt, auch durch Verbesserung im Objektivbau. Heute zählt dazu natürlich 35mm, es ist kein Zufall, dass viele Kameras mit fest eingebautem Objektiv  (z.B. Sony RX1, Fuji X100s, ) diese Brennweite haben.

28mm ist mittlerweile ebenfalls dabei (z.B. Ricoh GR, Sigma DP1 Merrill). Das ist übrigens die Brennweite, die ich am meisten bevorzuge, wenn ich in Städten unterwegs bin.

Insgesamt gibt es natürlich keine genaue Definition über „Standard-Brennweite“, das ist unterschiedlich, je nach persönlicher Vorliebe. Ich habe einen Freund, der liebt das 105mm Nikon und hat es fast immer vor. Dann ist das sein Standard-Objektiv!

Diese Anzahl Objektive ist sowohl Fluch als auch Segen: Einerseits habe ich für (fast) alles etwas, andererseits ständig die „Qual der Wahl“, was ich denn nun mitnehme. Meist löse ich das pragmatisch: Wenn ich nicht genau weiss, was kommt, dann ist es die Standardkombination (21, 28, 50). Bei wenig Licht: Summiluxe. Bei möglichst leichter Ausrüstung: Elmar 28, Summicron 50, Super-Elmar 21. Oder einfach mal nur ein Objektiv gegriffen, nämlich 50er oder 28er (35er) Brennweite. Kann befreien und übt den Blick.

In Avignon

Leica M9 mit 28mm Summicron bei f/3.4 1/750sec  ISO 160

Barjac

Leica M9 mit 28mm Summicron bei f/5.6 1/750sec  ISO 160

Berliner Dom

M9 mit 28mm Summicron bei f/4.0  HDR, Belichtungsreihe aus 4 Bildern bei ISO 200


HDR mache ich selten, meist finde ich die Wirkung zu vulgär, aber der Ostwestfale sagt zu solchen geschmacklichen Dingen: „Wo‘s hinpasst...“

Das Elmarit-M 28mm f/2.8  asph.

Dieses M-Objektiv ist für mich die ideale Wahl z.B. bei Städtetouren oder Wanderungen, wenn es nicht ausdrücklich auf die Lichtstärke ankommt (wobei f/2.8 ausserhalb der „Leica-Welt“ ja nicht gerade als Lichtschwach gilt).

Jedenfalls steht seine Abbildungsleistung in keinem Verhältnis zu seiner Grösse. Verzeichnungsfreie, superscharfe Bilder, wie man es bei jedem M-Objektiv erwarten kann, liefert diese kleinste M-Objektiv, dass ich eben wegen seiner Kompaktheit besonders schätze. Mit diesem Objektiv alleine würde ich auf eine Weltreise gehen, wenn ich gezwungen wäre, ein einziges Objektiv auszusuchen.

Obertauern bei Nacht

M9 mit 28mm Elmarit Asph. bei f/4.0  32sec  ISO 160

„Magischer“ Baumkreis auf dem Bonstapel

Leica M (Typ 240) mit 28mm Elmarit Asph. bei f/3.4  1/1000sec  ISO 200

Am Fenster

M9 mit 28mm Elmarit Asph. bei f/2.8  1/125sec  ISO 160

Es gibt kaum Objektive dieser Brennweite im DSLR-Bereich, die sich für Porträts eignen würden.

Das Elmarit (wie auch das 28er Summicron) lässt sich dafür bedenkenlos anwenden.

Notre Dame de Paris

Leica M (Typ 240) mit 28mm Elmarit Asph. bei f/2.8  1/90sec  ISO 2000


Hier ein Beispiel, welche Leistung diese Objektiv bereits bei grösster Blendenöffnung zeigt.

Es ist anerkanntermaßen eines der besten 35mm Objektive der Welt, kaum ein anderes kann ihm in punkto Lichtstärke und Abbildungseigenschaften das Wasser reichen.

Natürlich ist das 35er Summicron auch exzellent, aber da ich viel Low-Light Fotografie mache, kam es mir noch auf die zusätzliche Blendenstufe Öffnung an.

Ich hatte Glück, dass ich eines erwerben konnte, nur drei Monate Wartezeit sind nicht mal die Hälfte von dem, was ich erwartet hatte.

Habe auch im Blog dazu geschrieben.

Das 35mm Summilux f/1.4  asph.

Der Alte Fritz, Leica M9 und 35mm Summilux @ f1.4 , 1/125sec  ISO 160

Das 35mm Summilux ist für mich ein unverzichtbares Instrument. Ich benutze es immer, wenn ich Menschen „in Aktion“ bei wenig Licht fotografieren muss. Es lässt durch seinen relativ weiten Bildwinkel (in den 60er Jahren galt 35mm noch als Weitwinkel) sehr lange Belichtungszeiten aus der Hand zu (wenn sich das Motiv nicht zu sehr bewegt), auch weit offen ist es nicht so schwer zu fokussieren wie längere Brennweiten bei gleicher Öffnung, namentlich das 50er Summilux, welches wegen seiner hauchdünnen Tiefenschärfe natürlich Fehler beim Fokussieren nicht verzeiht.

Dennoch benutze ich bei solchen Events fast immer die Kombination 35/50er Summilux, bei letzterem muss ich eben noch konzentrierter arbeiten.

„Tagsüber“, bei Landschaftsfotografie oder in Städten habe ich, wie oben erwähnt, bevorzugt ein 28mm-Objektiv dabei. Dann nehme ich kein 35er zusätzlich mit, die Brennweiten liegen doch zu dicht beieinander, als das sich das lohnt.

Szene aus der Oper „L‘Erkole Amante“, Ferienmusikwerkstatt 2013

Leica M (Typ 240) mit 35mm Summilux Asph. bei f/1.4  1/125sec  ISO 3200

Während einer Fahrt auf der Seine

Leica M (Typ 240) mit 35mm Summilux Asph. bei f/1.4  1/30sec  ISO 2000

Blueskonzert auf der Burg (Vlotho)

Leica M9 mit 35mm Summilux Asph. bei f/1.4  1/25sec  ISO 1600

Der Hafen von Cassis

Leica M9 mit 35mm Summilux Asph. bei f/4.8  1/1500sec  ISO 160

Das 50mm Summicron f/2.0  (Baujahr 1986)

Dieses Objektiv ist in seiner Optik für über dreissig Jahre von Leica nicht geändert worden, weil das schon so gut war, dass es Leica nicht wirtschaftlich erschien, für nur noch minimal mögliche Verbesserungen viel Geld für die Entwicklung eines neuen Objektivs auszugeben.

Nur äusserlich ist es in den Jahren etwas überarbeitet worden.

Im letzten Jahr ergab sich durch die Entwicklung der Leica Monochrom die Notwendigkeit, für diese Kamera ein extrem hochauflösendes Objektiv zu bauen (was für die bis dato existierenden Sensoren „Overkill“gewesen war). Das Ergebnis ist das neue Summicron 50mm asph., bei dem Leica-Objektiventwickler Peter Karbe ohne Rücksicht auf Produktionskosten das Beste verwirklicht hat, was im Objektivbau möglich ist.

Dennoch bleibt das „alte“ Summicron weiterhin in der Produktpalette, denn es ist nach wie vor eines der besten 50mm-Objektive der Welt.

Ich habe meines ganz am Anfang zu meiner M9 gebraucht gekauft. Seither habe ich es kodieren lassen (macht das Leben beim Objektivwechsel leichter, weil so die Kamera das Objektiv „erkennt“), kürzlich erst gab ich es zur Überholung zum Kundenservice. Es ist immer noch wie am ersten Tag. Ich denke, ich könnte es heute für wesentlich mehr verkaufen, als ich dafür bezahlt habe.

Gegenüber dem 50er Summilux, das ich auch liebe, hat es den Vorteil, das es viel kleiner und leichter ist, darum nehme ich es nach wie vor bei Gelegenheiten, wo ich auf die zusätzliche Blende mehr (beim Summilux) verzichten kann.

Brückenmarkt

Leica M9 mit 50mm Summicron bei f/3.4  1/45sec  ISO 640

„Sakura“

Leica M9 mit 50mm Summicron bei f/2.4  1/1000sec  ISO 160

Trocadero

Leica M (Typ 240) mit 50mm Summicron bei f/4.0  1/4000sec  ISO 200

Das 50mm Summilux f/1.4 asph.

Schon mit diesem Objektiv allein kann man wunschlos glücklich sein, im Blog habe ich dazu geschrieben.


Wie das 35er Summilux ist dieses Stück Präzisionsoptik im 50mm-Bereich „second to none“, wie sich Sean Reid in seinem Review darüber ausdrückt.

Dieses Statement ist bisher von keinem angezweifelt worden...

Es setzt die Massstäbe für Fertigungsqualität und optischer Eigenschaften aller anderen 50mm-Objektive dieser Welt, und die Messlatte liegt hoch...


Mein eigenes habe ich in „Chrom“-Version erworben,in dem Bild oben ist es vor meiner M2. Die Chrom-Variante ist aus Messing (die schwarze aus anodisiertem Aluminium) und liegt in der Hand wie eine Kanonenkugel...


Durch seine Lichtstärke ist es bei Low-Light Situationen zusammen mit dem 35er Summilux immer erste Wahl. Bei voll geöffneter Blende offenbart es seinen Charakter, das im hauchdünnen Tiefenschärfebreich freigestellte Motiv bekommt 3D-Wirkung, der Hintergrund verschwimmt im seidenweichen Bokeh.

Am Tage benutze ich es fast immer mit einem ND-Filter, um die auch bei Sonnenlicht die Blende offen halten zu können.

Aber es ist ein „Allrounder“, abgeblendet eignet es sich ebenso gut für Landschaftsfotogafie oder ähnliches, wo man vielleicht mehr Tiefenschärfe braucht, denn es hat diese Kombination von hoher Auflösung, gutem Kontrast etc. (siehe oben beim Zitat „Mark Dubovoy“), die eben ein hervorragendes Objektiv ausmachen. Das 50er Summicron wäre dafür allein (auf dem Papier) noch ein ganz klein wenig besser, aber so hat man alles, was man braucht, in einem Paket, so dass ich meist das Summilux mitnehme, wenn es mir nicht ausdrücklich auf die Kompaktheit ankommt.

Porträt

Leica M9 mit 50mm Summilux asph. bei f/1.4  1/1500sec  ISO 160

Wesermorgen im September

Leica M9 mit 50mm Summilux asph. bei f/4.8  1/350sec  ISO 160

Wandern auf den Hohen Tauern

Leica M9 mit 50mm Summilux asph. bei f/1.4  1/3000sec  ISO 160  ND-Filter 3 Blendenstufen

Sommerkonzert der Musikschule

Leica M (Typ 240) mit 50mm Summilux asph. bei f/1.4  1/90sec  ISO 6400


Bei extrem dunklen Verhältnissen sind die Summilux-Objektive, gepaart mit der neuen „M“ (Typ 240), eine Kombination, die die Low-Light Fotografie auf eine neue Stufe stellen.

An der Ardèche

Leica M (Typ 240) mit 50mm Summilux asph. bei f/1.4  1/350sec  ISO 200  ND-Filter 3 Blendenstufen

2. Die „Tele-Brennweiten“

Das Elmar 50mm f/2.8   Baujahr 1963

Das Elmar vor meiner M3. Es ist versenkbar, dann passt die Kamera immerhin noch in eine Manteltasche. Aber wie alle Leica-Objektive hat es nach wie vor, trotz seines Alters, Abbildungseigenschaften, die die von manchem „modernen“ Objektiv in den Schatten stellen. Ich benutze es meist an meiner M2 und M3, weil es für diese Kameras geschaffen wurde. Aber es funktioniert natürlich auch an meiner M9 oder M (Typ240). Diese Abwärtskompatibilität (selbst die Schraubobjektive bis 1923 zurück sind im allgemeinen an der modernsten Leica voll funktionsfähig) ist bei Kameraherstellern einmalig.


Das ist auch das faszinierende am M-System, dass man „Vintage-Objektive“ aller Hersteller (z.B. auch Zeiss, Voigtländer, Nikon, Canon etc.) benutzen kann, um eine bestimmten „Look“ zu erzielen, denn manchmal will man vielleicht gar nicht die „Perfektion“ eines modernen Objektivs.

Porträt eine Obdachlosen, Leica M2 mit Elmar 50mm,  Kodak TMax400

Das Apo-Summicron f/2 75mm asph.



Schließt für mich eine Lücke, kann das 50mm als Standardobjektiv ersetzen, besonders, wenn man sich in diskretem Abstand vom Motiv halten will (oder muss, weil man nicht näher herankommt).

Es hat einen eigenen Stil bei der Bildwirkung, weil es schon ein bisschen die Perspektive zusammenrückt. Es ist aber eben doch noch kein wirkliches Teleobjektiv.

Es ist mit dem 50mm Summilux baulich „verwandt“, erinnert auch im „Look“ der Bilder damit  daran.


Wie alle Summicrons weist es eine hohe Auflösung auf. Ich habe es nicht immer dabei, benutze es aber auch gern für Landschaft.

Dabei ist es natürlich als Porträt-Linse ebenso gut wie für „Street“.

Insgesamt ist die 75er Brennweite nicht so populär, wahrscheinlich weil der Unterschied zu 50 relativ gering ist.

Ach so: Als Macro-Ersatz bei der M9 gut geeignet, weil bei einem Mindestabstand von 0,7m damit Dinge in der Grösse von Blumen bildfüllend dargestellt werden können.

Für die „M“ habe ich mittlerweile das 100mm Apo-Makro Elmarit, so das Makro-Fotografie wieder wie in Canon 5D-Zeiten möglich ist...

Beginn eines heissen Sommertages über Steinbründorf

Leica M (Typ 240) mit 75mm Apo-Summicron bei f/4.8  1/1000sec  ISO 200

Gebet für einen toten Vogel

Leica M9 mit 75mm Apo-Summicron bei f/2.8  1/1000sec  ISO 160

Action an der Ardèche...Handstand im Schwall

Leica M9 mit 75mm Apo-Summicron bei f/5.6  1/350sec  ISO 160

Im Orchester

Leica M9 mit 75mm Apo-Summicron bei f/2.8  1/90sec  ISO 500

Das Summarit  f/2.5 90mm

Die Summarite sind ja die „Einsteiger-Klasse“ der Objektive bei Leica.

Aber da Leica keine „Krücken“ baut, ist auch diese ganze Objektiv-Reihe schon deutlich besser als das meiste, was so im DSLR-Bereich angeboten wird. Selbst (oder gerade) Canon/Nikon bieten einem teilweise „Flaschenböden“ an.

Das würde sich Leica (aber auch Zeiss oder Voigtländer) niemals geben...


Das 90er Summarit brauche ich meist für Landschaft. Bei normalen Messsucherkameras werden die längeren Brennweiten ja immer schwieriger zu fokussieren (nicht so bei der „M“).

Das 90er Summicron ist natürlich Klassen besser, aber mir reichte bisher das Summarit. Ausserdem ist es, wie alle Summarite, klein und leicht.

Eine „Postkarte“ aus Vlotho: Der historische Raddampfer auf der Weser bei Vlotho

Leica M9 mit 90mm Summarit bei f/4.8  1/500sec  ISO 160

Prämiertes Bild: „Mark of Excellence“ bei „I shot it“: Novembermorgen über Steinbründorf

Leica M9 mit 90mm Summarit bei f/2.8  1/750sec  ISO 160

Mohn

Leica M9 mit 90mm Summarit bei f/3.4  1/1500sec  ISO 160

Blues beim Sommerkonzert

Leica M (Typ 240) mit 90mm Summarit bei f/2.5  1/60sec  ISO 2000

Für die „M“ kann man jetzt mit R-Adapter auch die „R-Objektive benutzen, die bisher mangels digitaler Basis brach lagen. Dabei sind es (natürlich) sehr gute Optiken. Ich habe das 100mm Apo-Macro-Elmarit und das 80-200 Vario Elmar. Beide habe ich nicht für Routinemässigen Einsatz gedacht, aber als Ergänzung evtl. bei Landschaftsfotografie, das 100er auch für Porträts.

Leider kommt Leica bisher nicht mit dem R-Adapter „herüber“ (ein bisschen typisch...), so dass ich sie bisher nicht einsetzen konnte.

Bildbeispiele folgen, sobald der Adapter verfügbar ist.

3. Die „Weitwinkel-Brennweiten“

Ein neues Weitwinkelobjektiv, das Attribut „Super“ im Namen ist voll berechtigt: Es toppt mit seinen Abbildungseigenschaften alles bisher da gewesene.

Verzeichnungsarm, hoher Kontrast und Auflösung bis in die Bildecken schon bei voller Öffnung, extrem Streulichtresistent, dabei absolut kompakte Bauweise. Ich muss ehrlich zugeben, dass es in Verbindung mit der „M“ das „alte“ 21mm Elmarit praktisch überflüssig macht.

Wie ich zu dem Objektiv kam, berichte ich hier.


Es gehört zu den drei Objektiven, die ich eigentlich immer dabei habe (28, 50, 21). Mit diesen Brennweiten kann ich definitiv 99% meines Bedarfs abdecken.

Speziell die Auflösung haut mich immer wieder um, es ist unglaublich, was an feinen Details auf den Bildern auszumachen ist.

Das Super-Elmar 21mm f/3.4 asph.

Das 21mm Elmarit f2.8 asph.

Irgendwie liegen mir die weiten Brennweiten besser als die langen, das zeigt sich schon daran, dass ich eigentlich 28mm als Standard bevorzuge, was ja schon selbst zu Weitwinkel zählt.

Häufig greife ich auch zu 21mm, was teilweise schon als „sehr weit“ gehandelt wird, aber ich empfinde das gar nicht so.

Das Elmarit hatte ich auch von Anfang an, es ist vergleichsweise Lichtstark. Vor der M9 hat es den Nachteil, dass es mit seiner grossen Gegenlichtblende den Sucher deutlich blockiert, ausserdem braucht man für Brennweiten kleiner als 28mm immer einen Aufstecksucher, will man die Bildkomposition einigermassen exakt betreiben.

Bei der „M“ ist das vorbei, durch Live View kann man sich die Extrasucher eigentlich sparen.

Das 21mm Elmarit wird nicht mehr gebaut, seit das Super-Elmar auf dem Markt ist (siehe unten), auch bei diesem Objektiv konnte ich das Phänomen beobachten, dass es teilweise heute höher gehandelt wird, als das, was ich dafür bezahlt habe.

Bei der M9 war f/2.8 schon ganz praktisch, sonst wären solche Fotos wie das folgende aus der Hand nicht möglich gewesen. Bei der „M“ fällt dies nicht mehr so ins Gewicht.

Berlin, Sony-Center

Leica M9 mit 21mm Elmarit bei f/2.8  1/25sec  ISO 320

Die Wasserfälle von Krimml

Leica M9 mit 21mm Elmarit bei f/2.8  1/2000sec  ISO 160

Wesermorgen im September

Leica M9 mit 21mm Elmarit bei f/3.4  1/750sec  ISO 160

La Tour Eiffel

Leica M (Typ 240) mit 21mm Super-Elmar bei f/16  1/1000sec  ISO 200

Bretagneküste bei Plouha

Leica M (Typ 240) mit 21mm Super-Elmar bei f/3.4  1/1000sec  ISO 200

Am Louvre

Leica M (Typ 240) mit 21mm Super-Elmar bei f/3.4  1/25sec  ISO 3200

Das Cosina-Voigtländer Ultra-Wide Heliar 12mm

Weiter geht‘s nicht, soviel ich weiß. Es ist kein Fisheye, wie Objektive dieser Brennweite bei DSLR‘s.

Wie ich dazu kam, berichte ich hier.


Es ist ein Biest eigener Art, man muss ein paar Dinge beachten, es zu zähmen...

Starker Randabfall, Magentashift in den Ecken müssen beim postprocessing ausgeglichen werden. Obwohl ich es schon ein Jahr habe, war ich bisher zu faul, mir ein Korrekturprofil in „Cornerfix“ zu erstellen, dass diese Unzulänglichkeiten ausgleicht.

Ich nehme es, wenn ich „knallige“ Perspektiven verwirklichen will. In grossen Räumen (Kirchen, Schlösser etc.) ist es in seinem Element. Bei Landschaft muss man sich um Vordergrund kümmern, sonst hat man viel „leeren Raum“.

Am Tourre de Serre, Ardèche

Leica M (Typ 240) mit 12mm Voigtländer Heliar bei f/5.6  1/15sec  ISO 200

Kruezgewölbe, Notre Dame de Paris

Leica M (Typ 240) mit 12mm Voigtländer Heliar bei f/5.6  1/15sec  ISO 2000

In der Pariser Oper

Leica M (Typ 240) mit 12mm Voigtländer Heliar bei f/5.6  1/12sec  ISO 3200